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Solo-Travel-Tipps

Was ich unterwegs wirklich gelernt habe

Pattaya & unterwegs, TH2026

Sicherheit, echtes Budget, die Geschichte hinter dem Hero-Foto und wie sich Alleinreisen über drei Reisen hinweg verändert hat.

Kein Ratgeber von der Stange, sondern das, was bei mir über drei Reisen wirklich passiert ist — von echter Sicherheit unterwegs über das reale Budget bis zur Geschichte hinter dem Foto, das diese Seite eröffnet.

Sicherheit unterwegs

Thailand ist für mich gefühlt eines der sichersten Länder, in denen ich je unterwegs war — ich fühle mich dort deutlich sicherer als in Deutschland. Wenn ich mich überhaupt mal unsicher fühle, dann eher wegen anderer Touristen als wegen der Locals, meistens mit viel Alkohol im Spiel.

Wirklich unangenehm wurde es bei mir bisher nur ein einziges Mal, in Bangkok. Ein Mann sprach mich auf einer der zentralen Straßen an, meine Haare würden ungesund aussehen — er hätte selbst das Problem gehabt und was dagegen gefunden. Er baute Vertrauen auf, ging mit mir in einen 7-Eleven, gab mir Kokosöl, das ich kaufen sollte. Kaum bedankt und im Begriff zu gehen, meinte er, er hätte noch ein anderes, besseres Produkt — die klassische Masche, um einen dann in einen Hinterhof zu locken und dort etwas anderes zu verkaufen.

Die Lehre daraus: auf das eigene Bauchgefühl hören und hinterfragen, wenn sich etwas komisch anfühlt — nicht automatisch das Gute im Menschen unterstellen. Und ganz praktisch: gerade in Touristengegenden Preise vorher verhandeln und festlegen, bevor man bezahlt, vor allem bei Taxifahrten. Das war aber wirklich die Ausnahme — abgesehen davon hab ich mich die ganze Zeit sicher gefühlt.

Budget-Realität

2024 war ich zweimal für jeweils einen Monat unterwegs. Hin- und Rückflug mit Gepäck (keine Direktflüge) haben zusammen rund 600 Euro gekostet. Für die 30 Tage vor Ort kamen als Backpacker und Tourist mit vielen Sehenswürdigkeiten noch mal ungefähr 40 Euro pro Tag dazu — inklusive Eintritten und teurerer Inselziele.

Als ich später in Bangkok gewohnt und dort wirklich gelebt habe statt getourt zu sein, waren es deutlich weniger: ungefähr 25 Euro am Tag — und da war schon die Miete für eine richtig gute Condo mit drin, mit Rooftop-Pool, Gym im 40. Stock und einem 7-Eleven direkt im Haus. Für das Geld bekommt man dort einfach eine ganze Menge. Der Unterschied kommt vor allem daher, dass man als Backpacker viel an Touristen-Spots unterwegs ist und Eintritte zahlt, während der Alltag in Bangkok selbst günstiger ist als Inseln oder klassische Touristenziele.

Die Geschichte hinter dem Hero-Foto

Das Foto oben auf der Startseite — ich von hinten vor dem Sanctuary of Truth in Pattaya — hat eine ziemlich spontane Geschichte. Während ich in Bangkok in meinem Condo gewohnt habe, hab ich dort Alex aus Tschechien kennengelernt. Wir haben uns gut verstanden und viel zusammen unternommen. Irgendwann ist Alex für drei Monate nach Pattaya gezogen, ebenfalls in ein Condo dort — und ich hab ihn besucht.

Wir haben einen Tagesausflug gemacht, sind mit dem Roller hingefahren, und es war einfach nur cool und warm. Für mich ist dieses Foto sinnbildlich dafür, wie einfach es unterwegs sein kann: Man lernt jemanden spontan kennen und erlebt kurz darauf gemeinsam etwas — auch alleine unterwegs findet man immer wieder Leute, und selbst wenn daraus keine Freundschaft fürs Leben wird, bleibt trotzdem eine richtig coole Erinnerung.

Was sich beim zweiten und dritten Mal verändert hat

Beim ersten Mal hätte ich am liebsten alles im Voraus geplant und festgelegt. Beim zweiten und dritten Mal wurde ich immer offener — ich hab mehr auf mich zukommen lassen und spontan nach Bauchgefühl entschieden, worauf ich gerade Lust hatte. Das hat jedes Mal funktioniert.

Ich hab versucht, mir positive Routinen aufzubauen, statt nur touristische Pflichtprogramme abzuklappern oder einfach mit dem Strom zu schwimmen. Stattdessen hab ich mich jeden Tag neu gefragt: Worauf hab ich jetzt eigentlich Bock? — und gleichzeitig darauf geachtet, einen gesunden Alltag hinzubekommen und für mich persönlich weiterzukommen.

Alleinreisen vs. unterwegs Leute treffen

Man muss einfach manchmal den ersten Schritt machen, ohne lange nachzudenken. Im Endeffekt sind die meisten Leute dort genauso gepolt — auch allein unterwegs und froh über Kontakt. Selbst wenn es mit jemandem mal nicht passt, ist das völlig okay: Man muss sich nicht mit jedem verstehen und sieht die meisten Leute ohnehin nie wieder. Das nimmt den ganzen Druck raus.

Bei mir war es sogar so, dass ich unterwegs viel schneller tiefgründige Gespräche führen konnte als zu Hause — weil man sich einfach versteht, dasselbe Freiheitsverlangen und denselben Lebensstil teilt. Solche Gespräche gehen mit dem alten Umfeld zu Hause oft schwerer, weil die meisten dort nicht so richtig nachvollziehen können, warum man sich für dieses Leben entscheidet.